Rostock-Warnemünde

Rostock-Warnemünde ist eine Stadt, zu der die Zeit nicht gut war. Gerade erst sind ihre Fußballer vom „Sportclub zum fröhlichen Hooligan“ aus der Bundesliga abgestiegen, dann müssen die Bewohner damit leben, dass ihr Meer noch nicht einmal Ebbe-und-Flut-fähig ist und nun macht sich auch langsam Nervosität breit, weil schon seit Jahren keine neuen Anweisungen aus Moskau kamen. Doch auf eines sind sie noch immer stolz, auf ihre Mole. So steht auf einer Erinnerungstafel direkt am Meer folgender Text: „Jeder, der an der Mole von Rostock-Warnemünde den Schiffen zuwinkt, sollte daran denken, dass zwischen den Granit- und Betonblöcken 64000 Tonnen Feldsteine aus der ganzen Republik liegen. Sie wurden von fleißigen Händen gesammelt, um diese Mole in Rekordzeit von 8 Monaten zu bauen. Die Spezialisten kapitalistischer Konzerne hatten das für unmöglich gehalten.“

In Zeiten leerer Kassen eine geniale Lösung. Gehwege werden nicht mehr teuer ausgebessert, sondern mit einem Schild angekündigt. „Mehrere Studien haben ergeben, dass die Anschaffung eines winzigen Hinweisschildes günstiger ist, als die ganze Straße aufzureißen“, erklärt der Bürgermeister zufrieden.

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Das Meer macht stur. Dieser Herr setzte sich 1964 in den falschen Zug, und kam statt in Danzig in Warnemünde an. Unfähig den Fehler einzusehen, baute er sich eine bizarre Gegenrealität auf.

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Rostock – immer einen Schritt zu spät. Gerade als man den antifaschistischen Schutzwall endlich so gut wie fertig hatte, machte die DDR schlapp. Dabei hätte wirklich nicht mehr viel gefehlt.

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An dieser Stelle entstehen, EU gefördert, bis 2017 blühende Landschaften.

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„Neptun, Herrscher der Wellen, Vater der Gezeiten, hörst du mich? Ich habe einen Barsch gefangen, der ist so groß!“ Die Ostsee-Deutschen stehen in engem Kontakt mit den Göttern des Ozeans. Bis heute gilt Mecklenburg-Vorpommern unter Christen als noch nicht missioniert.

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Die Skyline von Rostock-Warnemünde.

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Stolz präsentiert das „Museum des Kalten Krieges“ erbeutete West-Produkte (Made in China).

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Originalität liest sich anders. Insgesamt gibt es drei Straßennamen in Rostock-Warnemünde: Querstraße (44 mal), Diagonalweg (26 mal) und Parallelallee (13 mal).

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Auch das ist der Osten: Gerne würde die Stadt an dieser Stelle ein Kurhotel für asthmakranke Kinder bauen. Mit kostenloser Behandlung und Betreuung. Die Bagger sind schon da, es könnte längst los gehen, wenn das Ehepaar Werners nur endlich bereit wäre, sich fünf Meter weiter links hinzulegen. Leidtragende sind mal wieder die Kinder…

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Unsere Politiker und ihre Nebentätigkeiten. Was kaum einer weiß, Kurt Beck ist an der Ostsee gerade zum zweitbeliebtesten Versicherungsverkäufer gewählt worden.

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